Eigentlich weißt du ganz genau, was du möchtest.
Du möchtest Nein sagen.
Du möchtest etwas nicht machen.
Du möchtest eine Grenze setzen.
Und trotzdem hörst du dich kurze Zeit später sagen:
„Okay, dann mache ich es eben.“
Kennst du das?
Vielleicht bekommst du schon beim Gedanken an ein Nein ein schlechtes Gewissen.
Vielleicht merkst du, dass der andere enttäuscht ist.
Oder du fängst sofort an, dich zu erklären und zu rechtfertigen.
Und plötzlich wird aus deinem klaren Nein doch wieder ein Ja.
Nicht, weil du deine Meinung geändert hast.
Sondern weil sich das Nein einfach verdammt unangenehm anfühlt.
Viele Menschen denken zuerst:
„Ich muss einfach selbstbewusster werden.“
Oder:
„Ich muss lernen, Grenzen zu setzen.“
Das klingt logisch.
Aber was ist, wenn du ganz genau weißt, wo deine Grenze liegt?
Was ist, wenn du sogar weißt, dass ein Nein die richtige Entscheidung wäre?
Und trotzdem reagiert dein Körper mit Unruhe, Angst oder einem schlechten Gewissen?
Dann liegt das eigentliche Problem möglicherweise gar nicht darin, dass du keine Grenzen setzen kannst.
Vielleicht fühlt es sich innerlich einfach nicht sicher an, diese Grenze auch wirklich zu halten.
Und genau das ist ein großer Unterschied.
Vor einiger Zeit war eine Klientin bei mir, bei der genau dieses Thema sehr stark ausgeprägt war.
Sie beschrieb sinngemäß:
Wenn sie mit anderen Menschen zusammen war, nahm sie deren Wünsche und Gefühle irgendwann so intensiv wahr, dass ihr eigenes Gefühl immer weiter in den Hintergrund rückte.
Sie wusste durchaus, was sie wollte.
Aber sobald der andere enttäuscht war, etwas anderes wollte oder Druck entstand, wurde es schwierig.
Bei wichtigen Gesprächen oder wenn sie Nein sagen wollte, kamen starke innere Unruhe und Angst auf.
Sie wollte teilweise einfach nur noch aus der Situation raus.
Und es gab einen sehr einfachen Weg, dieses unangenehme Gefühl sofort zu beenden:
Doch wieder Ja sagen.
Genau dadurch kann sich ein Muster immer weiter festigen.
Denn kurzfristig fühlt sich das Nachgeben wie Erleichterung an.
Langfristig entfernt man sich damit aber immer weiter von sich selbst.
Das finde ich bei diesem Thema besonders wichtig.
Wenn jemand Schwierigkeiten hat, Grenzen zu setzen, wird häufig am Verhalten gearbeitet.
Man übt Nein zu sagen.
Man lernt Kommunikationstechniken.
Man versucht, sich weniger zu rechtfertigen.
Das kann sinnvoll sein.
Aber wenn unter diesem Verhalten ein starkes emotionales Muster liegt, bleibt häufig genau dieses Gefühl bestehen.
Der Kopf sagt:
„Ich darf Nein sagen.“
Das Gefühl sagt:
„Bloß nicht. Sonst passiert etwas.“
Vielleicht wird jemand enttäuscht.
Vielleicht werde ich abgelehnt.
Vielleicht bin ich egoistisch.
Vielleicht habe ich anschließend Schuldgefühle.
Vielleicht werde ich nicht mehr gemocht.
Und dann gewinnt sehr häufig das Gefühl.
Genau dieser Frage sind wir in der Hypnose gefolgt.
Nicht mit der Vorgabe:
„Wir müssen jetzt unbedingt irgendein schlimmes Erlebnis finden.“
Sondern indem wir uns angeschaut haben, was auftaucht, wenn dieses unangenehme Gefühl Raum bekommt.
Während der hypnoanalytischen Arbeit zeigten sich zunächst sehr einfache Begriffe:
klein
alleine
und schließlich das innere Bild:
„alleine im dunklen Zimmer“
Im weiteren Verlauf tauchte eine sehr frühe Situation auf, die mit Alleinsein, Angst und Unsicherheit verbunden war.
Wichtig ist mir an dieser Stelle:
Bilder oder Situationen, die während einer Regression auftauchen, müssen nicht automatisch eine objektiv überprüfbare Erinnerung sein.
Sie können Erinnerungsanteile sein.
Sie können symbolisch sein.
Sie können eine Art Darstellung dessen sein, wie das Unterbewusstsein ein bestimmtes Gefühl abgespeichert hat.
Für die therapeutische Arbeit ist deshalb häufig etwas anderes entscheidend:
Was bedeutet dieses Gefühl heute noch für den Menschen?
Im weiteren Verlauf der Sitzung zeigte sich noch etwas Spannendes.
Der innere Anteil, der bislang Angst, Rückzug und dieses starke Bedürfnis nachzugeben ausgelöst hatte, wollte ihr nicht schaden.
Er wollte sie schützen.
Und genau das erlebe ich in meiner Arbeit immer wieder.
Ein Verhalten, das heute stört, hatte irgendwann möglicherweise einmal eine sinnvolle Funktion.
Vielleicht war Anpassung sicherer.
Vielleicht war es früher wichtig, andere nicht zu enttäuschen.
Vielleicht war Harmonie wichtiger als die eigenen Bedürfnisse.
Das Unterbewusstsein zieht daraus seine Schlüsse.
Und Jahre später läuft dieses Programm möglicherweise immer noch.
Obwohl sich das Leben längst verändert hat.
Ein wichtiger Teil der Sitzung bestand deshalb darin, dieses alte Muster nicht einfach zu bekämpfen.
Stattdessen bekam dieser innere Anteil eine neue Aufgabe.
Nicht mehr:
„Schütze mich, indem du mich zurückhältst.“
Sondern:
„Hilf mir dabei, ruhig zu bleiben und für mich einzustehen.“
Das Ziel war nicht, plötzlich rücksichtslos oder egoistisch durchs Leben zu gehen.
Ganz im Gegenteil.
Es ging darum, die eigenen Bedürfnisse überhaupt wieder wahrnehmen zu können.
Zu spüren:
Was möchte ich?
Was möchte ich nicht?
Was fühlt sich für mich richtig an?
Und darf ich dazu stehen, auch wenn jemand anderes möglicherweise enttäuscht ist?
Während der Hypnose entstand außerdem ein starkes positives Gefühl.
Freiheit.
Wärme.
Leichtigkeit.
Sicherheit.
Für meine Klientin hatte dieses Gefühl sogar eine Farbe:
Gold.
Dieses Gefühl wurde während der Sitzung immer wieder verstärkt und mit ihrem Ziel verbunden.
Ruhig bleiben.
Bei sich bleiben.
Nein sagen.
Nicht sofort in die Gefühle des anderen hineingezogen werden.
Und nicht jedes Nein ausführlich erklären oder rechtfertigen müssen.
Denn manchmal ist ein Nein zu einem anderen Menschen gleichzeitig ein sehr wichtiges Ja zu dir selbst.
Das ist für mich immer der entscheidende Punkt.
Nicht, wie spektakulär sich eine Hypnose anfühlt.
Nicht, ob jemand besonders tief entspannt war.
Nicht, welche Bilder während einer Regression auftauchten.
Der eigentliche Test findet danach statt.
Im Alltag.
Einige Zeit nach unserer Sitzung hat mir die Klientin eine Bewertung geschrieben:
„Ich habe mich sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ich bin sehr tief in die Entspannung gekommen. Es war sehr bewegend und aufschlussreich. Seit der Sitzung bin ich entspannter und viel mehr bei mir. Ich bemerke immer mehr positive Veränderungen in meinem Alltag. Ich freue mich auf die Zukunft!“
Genau dieser Satz gefällt mir besonders:
„Ich bin viel mehr bei mir.“
Denn darum geht es letztlich.
Nicht darum, niemals wieder Rücksicht auf andere zu nehmen.
Sondern darum, sich selbst dabei nicht ständig zu verlieren.
Vielleicht sagst auch du häufiger Ja, obwohl du Nein meinst.
Vielleicht erklärst du dich ständig.
Vielleicht fühlst du dich schnell verantwortlich für die Stimmung anderer Menschen.
Vielleicht bekommst du sofort ein schlechtes Gewissen, wenn du etwas für dich tust.
Oder du weißt eigentlich ganz genau, was du möchtest, schaffst es aber trotzdem nicht, dabei zu bleiben.
Dann würde ich dir eine andere Frage stellen als:
„Warum bin ich nicht stark genug?“
Frag dich lieber:
„Was befürchtet ein Teil von mir eigentlich, wenn ich wirklich für mich einstehe?“
Denn möglicherweise liegt genau dort der spannendere Ansatzpunkt.
Hypnose kann dabei unterstützen, Zugang zu emotionalen Mustern zu bekommen, die sich mit rein rationalem Denken manchmal nur schwer verändern lassen.
In meiner Arbeit geht es deshalb häufig nicht darum, ein bestimmtes Verhalten einfach wegzumachen.
Ich möchte verstehen:
Warum macht dein System das überhaupt?
Welche Gefühle hängen damit zusammen?
Welche alten Muster werden immer wieder aktiviert?
Und was müsste sich innerlich verändern, damit du heute anders reagieren kannst?
Das lässt sich natürlich nicht für jeden Menschen und jedes Thema pauschal beantworten.
Aber genau deshalb beginnt meine Arbeit auch nicht mit einem Hypnosetermin.
Sondern mit einem kostenlosen Erstgespräch.
Dort schauen wir uns zunächst gemeinsam an, was bei dir passiert und ob mein Ansatz überhaupt zu deinem Thema passt.
Markus Bosse Hypnose Therapie und Coaching
Limbreite 3
31787 Hameln
web: https://bosse-hypnose.de/
mail: markus@bosse-hypnose.de
Tel: 0152- 55798558
Hypnosetherapie gegen Ängste, Phobien und Panik..
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Über den Autor
Markus Bosse ist Hypnosetherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie. Seit über 10 Jahren hilft er Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum, emotionale Belastungen wie Stress, Ängste, innere Unruhe und negative Gewohnheiten nachhaltig zu lösen.
Sein Ansatz: Ursachenorientierte Hypnose, die direkt im Unterbewusstsein ansetzt für echte Transformation statt kurzfristiger Effekte.
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